Sa 04.11.17 // Michael Quast & Philipp Mosetter

Fliegende Volksbühne Frankfurt Rhein-Main e.V.

Schiller – Verrat, Verrat und hinten scheint die Sonne

Kategorie: Highlights | Spielplan | Special | Theater | November

Spielort: Theater Sapperlot

Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:30 Uhr
VVK: 28 Euro inkl. Gebühr (Online zzgl. 3 Euro) / AK: 30 Euro | Karten erhältlich

Michael Quast & Philipp Mosetter © Sarah Groß

Info

Schiller – Verrat, Verrat und hinten scheint die Sonne von und mit Michael Quast und Philipp Mosetter (eine Koproduktion mit dem Nationaltheater Mannmnheim zu den Internationalen Schillertagen 2005)

Von Schiller lernen heißt, kompromißlos möglichst alles und nur das Größte zu wollen, und zwar sofort. Der Bühnentausendsassa Michael Quast und die personifizierte Fußnote Philipp Mosetter machen sich auf, an diesem Anspruch ganz im Schillerschen Sinne zu scheitern, nämlich grandios.

Nachdem sie sich schon Goethes Faust auf unwiderstehliche Weise angenommen haben, lautet das bewährte Rezept: aus einem konzentrierten Nichts heraus mit größtmöglicher Ernsthaftigkeit ein Maximum an Komik erzielen, und zwar sofort. Dabei spielt der Apfel als Schillers Lebensmotiv (vom Vater, der sich als Pomologe hervortat, über die berühmten faulen Äpfel in der Schreibtischschublade bis zum Apfelschuß im letzten Stück "Wilhelm Tell") ebenso eine Rolle wie die Bedeutung von Schillers Krankheiten für seine Werke. Im Grunde war Schiller pausenlos krank. Angefangen beim hartnäckigen Husten in der Kadettenanstalt bis zur finalen Tuberkulose in Weimar, was anhand der Dramen sehr schön beleuchtet werden kann.

Quast spielt diesmal nicht nur alle Rollen, er spielt auch alle Krankheiten. Mosetter diagnostiziert, interpretiert und macht Therapievorschläge.
Ein Abend, der uns Schiller fast schon wieder sympathisch macht.

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