Fr 29.03.19 // Volkmar Staub

Lacht kaputt, was Euch kaputt macht

Kategorie: Kabarett | Spielplan | März

Spielort: Theater Sapperlot

Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:30 Uhr
VVK: 24 Euro inkl. Gebühr (Online zzgl. 3,50 Euro) / AK: 26 Euro | Karten erhältlich

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Fr 29.03.19 // Volkmar Staub

Info

Hurra, wir verblöden. Nachkommen für seinen Stammbaum zeugt man aus Stammzellen, Homöopsychopathen fordern die Globulisierung der Medizin und selbst Kopfverpflanzungen sind keine Utopie mehr. Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst. Europa droht zu zerbröseln, die halbe Welt ist auf der Flucht und Populisten kriechen aus ihren Löchern. Demokratie war gestern, es herrscht die postfaktische Gefühlsdiktatur.
 
Kenntnisarmut, Denkfaulheit und Meinungsfreude verbünden sich zu einer explosiven Mischung. In den asozialen Medien wird gechattet, getwittert und gebloggt auf Fehlerteufel komm raus. Was heißt heute Demokratie? Wo wird entschieden? Wer hat das Sagen und wer bevorzugt das Schweigen der Belämmerten? Der Aufstand der Anständigen kommt nicht in die Gänge und die politisch Vernunftbegabten mutieren zu anonymen Melancholikern.
 
Die Tyrannen dieser Welt, die Möchtegern-Herren jeglicher Couleur kann man beschimpfen, angreifen, gegen sie rebellieren – das sind sie gewohnt, das kennen die. Was sie gar nicht ertragen können ist, wenn man sie nicht ernst nimmt, sie lächerlich macht und auslacht.
 
Drum: „Lacht kaputt, was Euch kaputtmacht!“
 
Volkmar Staub ist mit seinen Texten, Songs und kleinen Dramulettten der zuständige Lachbearbeiter im öffentlichen Dienst. Das neue Programm ist immer hochaktuell, es diskutiert sogar Geschehnisse, die noch gar nicht passiert sind.

Lieber Lustschriften als Lastschriften: Der Kabarettist Volkmar Staub erhielt von der Frankfurter Rundschau den passenden Namen „Wortspielphilosoph“ unter den politischen Kabarettisten. Und diesem Beinamen wird er auch in seinen Programmen gerecht. Bereits während des Studiums verdingt sich Staub als Liedermacher, mit 26 spielt er dann zusammen mit Werner Klenk sein erstes Programm. Bis 1993 führt er sieben Soloprogramme auf, darunter „Hoppla, mein Standpunkt hüpft auf“. Seit 2004 tritt er ziemlich erfolgreich gemeinsam mit Florian Schröder auf die Bühne, besonders die Jahresrückblicke der beiden werden von ihren Fans sehr geschätzt. Im Zwei-Päpste-Jahr 2013 ging es dabei unter anderem darum, dass Tebartz van Elst dem Papst nur helfen wollte, die Kirche so arm zu machen, wie der sie gerne haben würde und dass Mohrenköpfe neuerdings Schaumküsse mit Migrationshintergrund heißen. Sein Polit-Kabarett ist immer aktuell, aggressiv, ambitioniert und satirisch bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Kein Wunder, dass sich die Zuschauer bei der Show vor Lachen kaum noch auf ihren Stühlen halten können! (Quelle: Reservix)

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